Automobilindustrie

Australiens Automobil-Industrie spielt neben China, Indien und Japan eine führende Rolle im asiatisch-pazifischen Raum: 3 Automobilhersteller (Ford, Holden und Toyota) sowie 180 hoch-spezialisierte Unternehmen in den Bereichen Werkzeug-, Komponenten- und Maschinenbau sowie Design beschäftigen ca. 60,000 Menschen. In 2010 wurden rund 240,000 Fahrzeuge produziert. Der Anteil der australischen Automobil-Industrie am Bruttosozialprodukt betrug 2008-2009 5,2 Mrd. australische Dollar, was einem Anteil von 4,9% an der gesamten Industrieproduktion Australiens entspricht. Mehr Informationen

Die australische Automobil-Industrie ist einer der stärksten australischen Exportzweige. In 2010 wurden Automobile (2,1 Mrd. Australische Dollars) und Bauteile (1,5 Mrd. Australische Dollars) in einem Gesamtvolumen von 3,6 Mrd. Australischen Dollars exportiert, was einer Anzahl von 1.035.574 Einheiten entsprach. Der Kfz-Sektor hatte besonders früh die Auswirkungen der weltweiten Finanz-krise zu spüren bekommen. Allerdings konnten die Folgen mit Hilfe der staatlichen Konjunktur-programme aufgehalten werden. Die zu Jahresbeginn 2010 ausgegebene Benchmark von mehr als 1 Mio. abgesetzten Fahrzeugen wurde mehr als erreicht und Branchenvertreter sind sehr zuversichtlich, dass das Jahr 2011 einen ähnlich positiven Verlauf nehmen wird.

Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung in der australischen Automobilindustrie sind ausgesprochen stark. In 2008-2009 wurden ca. 649 mio. Australische Dollar für die Entwicklung neuer Motoren und dazu-gehöriger Bauteile aufgewendet. Dazu stellt die Australische Regierung diverse Konjunkturprogramme zur Verfügung mit deren Hilfe kleinere, benzinsparende und umweltfreundlichere Autos hergestellt werden sollen, um langfristig die Umwelt zu schonen und den veränderten Kundenwünschen ebenfalls Rechnung zu tragen. Australien bietet eine Vielzahl an Fördermöglichkeiten für internationale Investoren.

Einen wesentlichen Schwerpunkt bildet dabei die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten (F&E).
„Green Car Innovation Fund“: mit Hilfe dieses Konjunkturprogrammes begann Toyota im Dezember 2009 die Produktion seines Hybridautos „Camry“. Die überarbeitete Produktionsanlage ist damit in der Lage, bis 2013 100,000 Einheiten benzin-effizientere 4-Zylinder-Motoren herzustellen.

Die Firma Holden wird mit Hilfe dieses Programmes den Benzinverbrauch seines populärsten Autos, dem Commodore, um 3,6 Millionen Liter Benzin (= 7%) pro Jahr reduzieren. Dies entspricht einer Emissionsreduzierung von 9.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.
 
Ford hat bereits angekündigt, einen benzin-effizienten EcoBoost 4-Zylinder turbogesteuerten Motor für den Ford Falcon in sein Produktionsportfolio aufzunehmen.
„A new car plan for a greener future“ : diese neue Initiative der australischen Regierung verstärkt in Zukunft Forschung und Entwicklung im Bereich der Kohlenstoff reduzierten Produkte für die Automobil- und ihre Zulieferindustrien, um Australien langfristig als umweltfreundlichen Automobilstandort zu positionieren.
Diese Initiative enthält folgende wichtigen Komponenten:
• Das „Automotive Transformation Scheme“ (ATS), welches von 2011 bis 2020/2021 laufen wird und der Industrie Forschungs- und Entwicklungszuwendungen in Höhe von 3,4 Mrd. Australischen Dollars garantiert.

Diverse Forschungsinstitute mit exzellentem Ruf sind in Australien beheimatet, wie das CAST Cooperative Research Centre for Advanced Automotive (CAST CRC), die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO), sowie das NICTA Victoria Research Laboratory und die University of Melbourne. Viele Unternehmen wie z.B. Nissan Casting Australia arbeiten mit diesen Forschungseinrichtungen eng zusammen.

Besonders in den Bereichen Neue Antriebsformen und Werkstofffe, Energieeffizienz sowohl im Fahrzeug als auch im Produktionsprozess, bei der Erfüllung von Kundenerwartungen, Umweltauflagen und Sicherheitsanforderungen gibt es attraktive Chancen für internationale Unternehmen, die sich in Australien engagieren möchten.

Transparentes und effizientes Regulierungssystem
Nicht zuletzt wegen der Transparenz und Effizienz des australischen Regulierungssystems gilt Australien als der weltweit einfachste Ort zur Unternehmensgründung; in der Regel sind alle Formalitäten in zwei Tagen erledigt. Beim Copyright- und Patentschutz rangiert Australien weltweit in den Top 12 und in den Top 3 in Asien.
Zwischen Australien und den wichtigsten internationalen Regulierungsbehörden existieren gegenseitige Anerkennungsabkommen (MRAs), so zum Beispiel beim Thema Therapeutika mit der Europäischen Union, Singapur und Kanada. Diese Vereinbarungen ermöglichen eine einfache und effiziente Anerkennung von Produktionsstätten in Australien und erleichtern dadurch den internationalen Handel. Das regulatorische Umfeld Australiens ermöglicht verläßliche Datenerhebung und wettbewerbsfähige Preise gerade bei klinischen Studien, die in vielen anderen Staaten u. a. den USA und Europa anerkannt werden.

Referenzen
- Continental Pty Ltd.
- ZF Lemförder Australia
- Ford Motor Company of Australia Ltd.
- GM Holden
- Toyota Motor Corporation Australia
- Tenneco Australia and New Zealand
- Robert Bosch Australia Pty Ltd.

Quellen: “Automotive Industry Factsheet 2010” - Australian Government, Department of Innovation, Industry, Science and Research; “Automotive Australia 2020” - Auto CRC

News

$6.2M IN FUNDING TO HELP MAKE LIGHTER, GREENER CARS

15.07.2011 | The automotive industry is innovating to create lighter cars that will help us reduce greenhouse gas emissions and become a richer, greener and fairer nation. Announcing four Green Car Innovation Fund grants today, Innovation Minister Kim Carr said the new projects would bring new technologies, skills and job creation to Australian manufacturing.

Kalender

Mi,21.03.2012

bis Fr, 23.03.2012 • Melbourne

Konferenz/Kongress: International Conference on Sustainable Automotive technologies

The International Conference on Sustainable Automotive Technologies aims to draw special attention to the research and practice of meeting the challenges to sustainable mobility. In particular, the conference is interested in the technical and scientific advancements that are able to meet social, economic and environmental targets in both local and global context.

 

 

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